Ablauf der ZertifizierungAnmeldung
Zu Beginn des Zertifizierungsvorgangs stellt der Kandidat bei der Zertifizierungsstelle einen Antrag auf Zulassung zur Zertifizierung in einem der 29 definierten Spezialistenprofile. Die Zertifizierung des Kandidaten wird dabei von vornherein auf genau eines der Profile festgelegt. Dies schließt nicht aus, daß der Kandidat für weitere der 29 Spezialistenprofile getrennte Anträge zur Zertifizierung stellt. Im Rahmen des Anmeldeverfahrens wird unter anderem festgelegt, in welcher Sprache die vom Kandidaten zu erstellende prozeßbegleitende Dokumentation abgefaßt wird.
Qualifizierung
Hat die Zertifizierungsstelle den Antrag des Kandidaten angenommen, so kann dieser mit der Dokumentation von Handlungen beginnen die in der prozessbegleitend zu erstellen Dokumentation festgehalten werden. Zu diesem Zweck erhält der Kandidat von der Zertifizierungsstelle eine Musterdokumentation (Template), aus der die Struktur des endgültigen Dokuments hervorgeht.
Im Rahmen der Qualifizierung muß der Kandidat nun nachweisen, daß er die zu dem jeweiligen Spezialistenprofil gehörenden Referenzprozesse beherrscht. Dies geschieht, indem er in seinem beruflichen Alltag Handlungen dokumentiert die zu einem entsprechenden Referenzprozess korrespondieren. Hat der Kandidat alle zum Spezialistenprofil gehörenden Referenzprozesse dokumentiert, so reicht er diese Dokumentation, gegebenenfalls mit zugehörigen Ergebnissen (betrieblichen Dokumenten o.ä.), bei der Zertifizierungsstelle zur Begutachtung ein.
Wesentlich im Prozess der Qualifizierung ist, daß der Lernprozess der Kandidaten von einem „Lernprozessbegleiter“ begleitet wird. Die Aufgabe dieses Lernprozessbegleiters, der oftmals auch als Coach bezeichnet wird, ist es das Lernen, als den Qualifikationserwerb des Kandidaten zu steuern. Dazu führt der Coach regelmäßig, mindestens viermal jährlich, ein Reflexionsgespräch mit dem Kandidaten. In diesem Gespräch werden gemeinsam mit dem Kandidaten Lernziele definiert, die es im nächsten Prozessschritt zu erreichen gilt. Natürlich ist eine weitere wichtige Funktion dieser Gespräche die Reflexion über den bisherigen Fortschritt in der Qualifikation, sowie eventuell aufgetretenen Schwierigkeiten. Der Coach hat dabei die Aufgabe für den Lernprozeß wichtige Schlüsselsituationen zu erkennen und mit dem Kandidaten zu besprechen.
Prüfung
Die Prüfung in einem der Spezialistenprofile besteht grundsätzlich aus folgenden drei Teilen:
- Prüfung der Anmeldevoraussetzungen
- Prüfung der Dokumentation
- Präsentation und Fachgespräch über das (die) Lernprojekt(e)
Prüfung der Anmeldevoraussetzungen
In diesem Schritt prüft die Zertifizierungsstelle, die Vollständigkeit der Anmeldeunterlagen sowie die Korrektheit der Projektskizze. Zu den einzureichenden Unterlagen gehören insbesondere
- eine Versicherung des oder der Unternehmen, daß die Qualifizierung arbeitsplatznah und prozessorientiert durchgeführt werden wird
- die Benennung des/der Lernprozessbegleiter
- die Benennung eines oder mehrer fachlicher Berater
Im Rahmen der Qualifizierung ist nicht ausgeschlossen, das es sich bei der Person des Lernprozessbegleiters und des fachlichen Beraters um ein und dieselbe Person handelt. Es muß lediglich sichergestellt sein, dass der Kandidat auf dem Wege der Qualifizierung sowohl in fachlicher, als auch in überfachlicher Hinsicht kompetent beraten wird.
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